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Ferne Schicksale ganz nah an sich heran gelassen

R 6 d am Bildungszentrum spendete ihren „Verdienst“ für die Taifun-Opfer auf den Philippinen.

Ettenheim (ks). Dass auch fern sich ereignende Schicksale Heranwachsenden ganz nahe gehen können, bewiesen die Schülerinnen und Schüler der Klasse R 6 d am August-Ruf-Bildungszentrum in Ettenheim eindrucksvoll. Als einige von ihnen in den Nachrichten vor Weihnachten mitbekamen, welch verheerenden Auswirkungen der Taifun Haiyan auf den Philippinen mit sich gebracht hatte, sprachen sie in der „Pädagogischen Verfügungsstunde“ mit ihren Klassenlehrerinnen Ulla Baur und Diana Dobeleit an, was sie gesehen hatten und seitdem bewegte – und kamen schließlich einhellig zum Beschluss, mit eigenem Einsatz im Rahmen des Möglichen zu helfen. Unter den zahlreichen Spendenaufrufen kam den Schülern ein Flyer der Johanniter-Auslandshilfe in die Hände – und schnell war der Klasse klar, auf diesem Weg den in Not geratenen Menschen – unter ihnen zahllosen Kindern in ihrem Alter – im fernen Osten zu helfen.
 
Wie? Das besprachen die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler in Kleingruppen. Weil an ihrer Schule grad eine dreitägige Fortbildung für Lehrkräfte (Thema: Profil AC) anstand, kam man schließlich überein, die sich fortbildenden Kräfte bei Frühstückspause und Nachmittagskaffee zu bewirten. Liebevoll organisierten sie die Cafeteria, schmückten sie weihnachtlich mit Servietten, Kerzen und Tannengrün und bewirteten die begeisterten Gäste mit selbst gebackenem, leckerem Kuchen, mit Muffins, Nussecken, Butterbrezeln, Baguettes mit Lachs- und Kräutercreme, Obst, Kaffee, verschiedenen Tees und Säften. Nach den Pausen räumten und wuschen die Schüler der R 6 d das Geschirr ab, brachten den Raum wieder in Ordnung und füllten das Buffet wieder auf.
 
Die Teilnehmer der Fortbildung jedenfalls waren begeistert und brachten ihre Anerkennung auch in klingender Münze zum Ausdruck. 306,76 Euro zählten die Kinder am Ende der Fortbildung stolz in ihrer „Kaffeekasse“ und freuten sich für die, denen sie diesen Betrag zum Wiederaufbau zur Verfügung stellten: den Menschen auf der andern Seite des Globus. Sie selbst, das steht fest, haben bei ihrer Hilfsaktion ganz viel selbst „gelernt“.