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Unser Namensgeber

Martyrium von August Ruf

Im Mai 1942 verhalf August Ruf der jüdischen Arztwitwe Käthe Mayer, geb. Lasker, zur Flucht in die Schweiz über die nahe Grenze. Ein Helfer, Pfarrer Eugen Weiler, wurde gleich im Juni 1942 verhaftet. Zuerst fiel kein Verdacht auf August Ruf. Ein unvorsichtiger Brief nach Deutschland, in dem die geglückte Flucht mitgeteilt wurde, war für die Gestapo der Anlass, Pfarrer Ruf zu verhaften.

Er musste nach Rottenburg ins Gefängnis. Dort verbrachte der 74-Jährige den Winter 1943/44, trotz einer Lähmung und eines Herzleidens, in einer ungeheizten Zelle. Im April 1944 wurde er,  dank einer Eingabe des Erzbischofs, aus der Haft entlassen. Todkrank und fast erblindet starb er nur fünf Tage nach seiner Entlassung an den Folgen der Haft.

Ehrungen

1930 erhält August Ruf die Ehrenbürgerrechte der Stadt Singen. Dort wurde nach dem zweiten Weltkrieg die ehemalige Adolf- Hitler- Straße in "August-Ruf-Straße" umbenannt.
 
Diese Gedenktafel befindet sich in der Kapelle auf dem Lindenberg bei St. Peter im Schwarzwald. Sie wurde von der katholischen Kirche zu Ehren der Märtyrerpriester angebracht.
In Israel wird nach einer Spendenaktion unter dem Motto "Tausend Bäume für einen August-Ruf-Wald" ein Gedenkstein im neu aufgeforsteten Wald angebracht.
 
Im November 1994 bekommt die Grund- und Werkrealschule den Namen "August-Ruf-Schule". Im Oktober 2003 wird nach Eingliederung der Realschule das August-Ruf-Bildungszentrum daraus.

Zum 50. Todestag August Rufs wurde am katholischen Gemeindezentrum in Ettenheim eine Gedenktafel angebracht. Auf dieser wird ihm mit den Worten "Märtyrer für Menschlichkeit in der Zeit des Nationalsozialismus" die Ehre erwiesen.
 
2005 wurde August Ruf der Titel "Gerechter unter den Völkern" vom Staate Israel, verliehen. Dies ist die höchste Ehrung, die der Staat Israel an Nichtjuden verleiht. Die Geehrten werden in der Holocaust Gedenkstätte "YAD VASCHEM" verewigt.
 
Lebensdaten von August Ruf